Seite auswählen

Kiefergelenkserkrankungen

Funktionsstörungen des Kauorgans, der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur (sogenannte craniomandibuläre Dysfunktionen – kurz: CMD) haben in der Bevölkerung eine weite Verbreitung.

Chronische Schmerzen scheinen ein typisches Merkmal unserer modernen Zivilisation geworden zu sein. Unzählige Menschen leiden an anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder anderen schmerzhaften Beeinträchtigungen. Ein weiteres typisches Merkmal unserer heutigen Gesellschaft ist die chronische psychische Anspannung, bedingt durch berufliche, familiäre oder andere soziale Faktoren. Wenn psychischer Stress nicht durch Bewegung oder körperlichem Training bewältigt wird, staut er sich im Körper an. Davon sind dann nicht nur der Magen oder das “Nervenkostüm” besonders betroffen, sondern auch die Zähne sind ein allgemein bekanntes Hilfsmittel um die angespannte Anspannung mit Hilfe der Kaumuskulatur abzuarbeiten.

Im Mundbereich kommt hinzu, dass therapeutische Massnahmen wie Kieferregulierungen, Füllungen oder Zahnersatz sich zu einer immer grösser werdenden Beanspruchung der Muskeln und Gelenke im Kopfbereich entwickeln. Mikrometergrosse Veränderungen der Bisslage können schon zu einem Ungleichgewicht der Bisslage führen, was sich dann auf die Muskeln und Gelenke im Kopfbereich überträgt.
CMD als Ursache von Schmerz im Kiefer- und Gesichtsbereich wird durch einen Informationsmangel oft spät oder überhaupt nicht erkannt. Dies führt in vielen Fällen zu einer Chronifizierung des Schmerzgeschehens, das dann therapeutisch nur noch sehr schwer zu beherrschen ist.

Z

Symptome

Die Symptome, die durch diese Erkrankung hervorgerufen werden können, sind so vielzählig, dass man CMD auch als “Chamäleon” bezeichnen kann, dass sich erfolgreich hinter einer Vielzahl unspezifischer Symptome versteckt:

  •  Kopf- und Nackenschmerzen
  • Knirschen und/oder Pressen der Zähne
  • Zahnschmerzen, Zahnempfindlichkeiten, abgeschliffene Kauflächen und Schneidekanten, zurückgehendes Zahnfleisch
  • Kauschwierigkeiten, “Mund geht nicht richtig auf”
  • Schmerzen oder Knacken im Kiefergelenk
  • Verspannungen im Kopf, Hals und Nackenbereich – hauptsächlich morgens nach dem Aufstehen
  • Gesichtsschmerzen
  • Berührungsempfindlichkeit von Haaren und Kopfhaut
  • Ohrgeräusche (Tinnitus; Hörsturz), Schwindel
  • Lichtempfindlichkeit, Schmerzen hinter den Augen, Sehstörungen
  • Heiserkeit, Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Kloss im Hals
  • Schulterschmerzen, Taubheitsgefühl in Armen oder Fingern, Rückenschmerzen
  • Gereiztheit, Unruhe, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen
Z

Funktionsdiagnostik

Nach einer eingehenden klinischen Funktionsanalyse, und gegebenenfalls einem Bisstest mittels T-Scan (siehe unten), wird die weitere Therapie mit dem Patienten besprochen. Das Mittel der Wahl zur Entspannung des Muskelsystems und Bekämpfung der Beschwerden ist die Anfertigung einer individuell angepassten Schiene. Diese wird vom Patienten nachts getragen und sorgt dafür, daß der Muskeltonus reduziert und die Zähne auf Abstand gehalten werden, damit keine weiteren Schäden entstehen können. In regelmäßigen Kontrollsitzungen wird die Funktionsfähigkeit der Schiene überprüft und bei Bedarf wiederhergestellt. Je nach Schwere der Kiefergelenkserkrankung bzw. der Symptome gibt es verschiedene Arten von Zahnschienen. Zusätzlich kann eine Überweisung zum Physioth eine zahnärztliche Bissveränderung als Maßnahme in Erwägung gezogen wird.

Z

T-Scan

Ein hervorragendes Instrument zur Analyse der Bisssituation ist die computerunterstützte myographische Funktionsanalyse mittels T-Scan. Sie zeigt Ihnen und Ihrem Zahnarzt sehr deutlich, an welchen Stellen mögliche Problemherde im Sinne von Fehl- oder Frühkontakten zu finden sind. Die T-Scan-Methode hilft bei der frühzeitigen Erkennung von Bissstörungen.
Der Vorteil ist, dass Sie an Stelle ein Leben lang Knirschschienen zu tragen, nach der T-Scan-Vermessung und anschließender Feinanpassung des Bisses ein ausgewogenes und entspanntes Kausystem haben. Die Kosten-Nutzen-Relation ist exzellent, wenn man die vermiedenen Kosten durch Folgeschäden von Fehlbelastungen in Betracht zieht. Wir sind stolz darauf, unseren Patienten als eine von wenigen Praxen in Spanien diese hervorragende Analysemöglichkeit anbieten zu können.

Telefon

+34 913 503 348

Standort

C/ Francisco Suárez, 23, bajo, Madrid

Öffnungszeiten

Mo-Do 9-20h ,
Fr 9-16h

Email

info@knobel.dental

Ihre Deutsche Zahnarztpraxis in Madrid

© 2019 Knobel Dental for Dr. Alexander Knobel. All Rights Reserved.